
Kriminalhauptkommissar im Bereich Cybercrime
Seit 1993 bin ich bei der Bayerischen Polizei und war in vielen unterschiedlichen Bereichen eingesetzt. Seit vielen Jahren arbeite ich im Bereich Cybercrime, heute als stellvertretender Kommissariatsleiter.
Bayerische Polizei seit 1993 Dipl.-Verwaltungswirt (FH), Fürstenfeldbruck 2013 Stv. Kommissariatsleiter Cybercrime

Austausch & Vorträge
Gemeinsam vorbeugen
Ich bin interessiert am Austausch mit Unternehmerinnen und Unternehmern und halte gelegentlich dienstliche Vorträge zur Prävention von Cyberkriminalität.
Presse
Kreisbote: Bedrohung im Internet
Die Kripo Memmingen über Cyberkriminalität im digitalen Alltag – ein Bericht im Kreisboten Allgäu.
Prävention
So werden Sie nicht zum Opfer
Die häufigsten Maschen – und was wirklich schützt.
1. Passwörter und Zwei-Faktor-Authentisierung
Für jedes Konto ein eigenes, langes Passwort – am einfachsten mit einem Passwortmanager. Schalten Sie wo immer möglich die Zwei-Faktor-Authentisierung ein: Dann reicht ein erbeutetes Passwort allein nicht aus.
Merksatz: lang, einzigartig, mit zweitem Faktor.
2. Phishing
Täuschend echte E-Mails, SMS oder Messenger-Nachrichten wollen Zugangsdaten oder Zahlungen. Klicken Sie nicht auf Links in unerwarteten Nachrichten, sondern rufen Sie die Seite selbst auf. Banken fragen niemals per E-Mail oder Telefon nach PIN oder TAN.
Merksatz: erst prüfen, dann klicken – im Zweifel gar nicht.
3. Backups – verschiedene Arten
Sichern Sie regelmäßig nach der 3-2-1-Regel: drei Kopien, auf zwei verschiedenen Speichermedien, eine davon außer Haus oder offline. Nur ein Backup, das vom Netz getrennt ist, übersteht einen Angriff. Testen Sie die Wiederherstellung auch einmal.
Merksatz: ein Backup ist erst gut, wenn die Wiederherstellung klappt.
4. Ransomware
Erpressersoftware verschlüsselt Ihre Daten und fordert Lösegeld. Schutz bieten zeitnahe Updates, abgesicherte Fernzugänge, eingeschränkte Benutzerrechte und Offline-Backups. Im Ernstfall Geräte vom Netz trennen, nicht zahlen und sofort die Polizei einschalten.
Merksatz: Updates, Offline-Backup, im Ernstfall Netzwerk trennen.
5. Gefälschte IBAN auf Rechnungen
Täter klinken sich in den E-Mail-Verkehr ein (Man-in-the-Middle) und tauschen auf echten Rechnungen die Bankverbindung aus. Bestätigen Sie neue oder geänderte Kontodaten immer telefonisch über eine Ihnen bekannte Nummer – nie über die Nummer aus derselben E-Mail.
Merksatz: neue Kontodaten immer auf einem zweiten Weg bestätigen.
6. Übernahme des E-Mail-Kontos
Wer Ihr Postfach kontrolliert, kann Passwörter zurücksetzen und in Ihrem Namen schreiben. Schützen Sie es mit starkem Passwort und zweitem Faktor und prüfen Sie regelmäßig auf unbekannte Weiterleitungsregeln. Bei Verdacht sofort das Passwort ändern und alle Sitzungen abmelden.
Merksatz: das E-Mail-Konto ist der Generalschlüssel – besonders gut schützen.
7. Anlagebetrug im Internet
Professionell wirkende Trading- und Krypto-Plattformen versprechen hohe Renditen; die angezeigten Gewinne sind erfunden, das Geld ist weg. Warnsignale: Kontakt über soziale Medien, Werbung mit Prominenten, Zeitdruck und die Bitte, Fernwartungssoftware zu installieren. Prüfen Sie Anbieter vorab in der Unternehmensdatenbank und auf den Warnungen der BaFin.
Merksatz: zu schöne Renditen sind ein Alarmsignal.
Opfer geworden? Schnell handeln.
Sofort die Bank informieren und Zahlungen zurückrufen lassen, Beweise sichern (Nachrichten, Screenshots, Kontoauszüge) und Anzeige erstatten – bei jeder Polizeidienststelle oder online über die Onlinewache Ihres Bundeslandes.
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